Begriffsammlung:
Sporen
Schimmelpilze bilden Sporen für die Vermehrung und Verbreitung. Die Sporen sind asexuell und werden einer großen Anzahl produziert. Sie sind gefärbt und dadurch sichtbar.
Sporen schweben in der Luft und können so eingeatmet werden. Außerdem können sie über lange Strecken transportiert werden.
Myzel
Schimmelpilze bilden zu Beginn ihres Wachstums einzelne Zellfäden. Das Gesamtgebilde aus den einzelnen Zellfäden nennt man Myzel.
Relative Luftfeuchte
Luft kann in Abhängigkeit ihrer Temperatur eine bestimmte maximale Menge an Wasser in Form von Dampf aufnehmen (Einheit ist: g Wasser / kg trockene Luft). D.h., dass die Feuchtigkeit, die sich in der Luft befindet nicht sichtbar ist. Übersteigt die Menge an Wasserdampf die maximale Aufnahmemenge, fällt sog. Tauwasser (auch Kondensat gennant) aus. Diese maximale Aufnahmemenge gibt die absolute Feuchte an.
Befindet sich in einem Raum eine bestimmte Menge an Wasserdampf, wird diese Menge in ein Verhältnis zur maximalen Aufnahmemenge (absolute Feuchte) gebracht. Dieses Verhältnis wird als Relative Feuchte beschrieben.
Raumtemperatur
Die Raumtemperatur ergibt sich aus der Temperatur der Raumluft. Raumlufttemperatur und Relative Feuchte stehen in einer Abhängigkeit zueinander. Nimmt bei gleich bleibender Raumlufttemperatur die Menge an Wasserdampf zu, so erhöht sich die Relative Luftfeuchte. Ebenso nimmt beispielsweise bei gleich bleibender Menge Feuchte in der Luft und steigender Raumlufttemperatur die Relative Luftfeuchte ab.
Oberflächentemperatur
Außenbauteile wie Außenwände, Decken, Fenster usw. bilden die Gebäudehülle gegen über der Außenluft. Die verwendeten Baustoffe bringen nur begrenzte Wärmedämmeigenschaften mit sich. Der eine etwas mehr, der andre etwas weniger. D.h., dass die Wärme die sich im Raum befindet nach und nach verloren geht, so dass nachgeheizt werden muss. Diese verlorene Wärme nennt man Wärmeverluste und diese führen weiterhin dazu, dass Bauteile mehr oder weniger auskühlen. In der Folge ergeben sich so z.B. Temperaturen auf den Bauteiloberflächen auf der Raumseite. Je nach Wärmedämmeigenschaft eine höhere oder niedrigere Temperatur. Hierbei spricht man dann von Oberflächentemperatur.
Feuchtigkeit
Feuchte besteht aus Wasser, flüssig oder dampfförmig. Es gibt unterschiedliche Ursachen für Feuchte in Gebäuden. Entweder durch Niederschlag (Regen) der durch undichte Stellen in der Gebäudehülle eindringt oder Feuchte durch eine defekte Leitung (Heizung, Wasser, etc.) oder auch Feuchte durch Tauwasserausfall (s. Relative Luftfeuchte)
Lüften/Luftwechsel
Kalte Außenluft, die beim Lüften in den Innenraum gelangt, nimmt beim Erwärmen Feuchtigkeit auf, die mit der erwärmten Luft wieder nach außen abgeführt wird. Bei kalter Außenluft kann im Innenraum – selbst bei Regenwetter – durch Lüftung eine Austrocknung erzielt werden. Je kälter die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie beim Erwärmen aufnehmen. Daher kann im Winter durch Lüften mit kalter Außenluft mehr Feuchtigkeit aus einem Raum entfernt werden als im Sommer.
Luftwechsel bedeutet Luftaustausch. Aus hygienischen und bauphysikalischen Gründen wird bei einer üblichen Wohnraumnutzung eine Mindest-Luftwechselrate von 0,5 h -1 durch die DIN 4108 Teil 2 (Wärmeschutz im Hochbau) vorgeschrieben. D.h. dass innerhalb einer Stunde die „verbrauchte“ Luft in einem Raum min. zur Hälfte gegen frische Luft ausgetauscht wird.
Zur Verringerung der Feuchte im Raum sollte mehrmals täglich eine kurze Stoßlüftung (5-10 min. ein oder mehrere Fenster weit öffnen, keine Kippstellung!) durchgeführt werden. Querlüftung ist dabei besonders effektiv.
Chlor
Chlor ist ein chemisches Element, welches neben der bleichenden Wirkung auch giftige Dämpfe absondern kann. Man erkennt es am stechenden Geruch.
Essig
Essig kennt man aus dem Haushalt. Er besitzt eine stark saure Eigenschaft und wird gerne zur Reinigung von Oberflächen verwendet oder auch zum Entkalken von Oberflächen und Haushaltsgeräten. Essig besitzt auf Grund seiner Gewinnung, aus beispielsweise Trauben oder Äpfeln, organische Bestandteile.
Wasserstoffperoxid
Hierbei handelt es sich um ein sehr intensives und schwach saures Bleichmittel, welches giftige Dämpfe absondern kann.
Modriger Geruch / MVOC
Für den modrigen Geruch der Schimmelpilze ist das MVOC (englisch = Microbial Volatile Organic Compounds) verantwortlich. Dies ist eine flüchtige organische Verbindung mit einem Gemisch von z.B. Alkohole, Terpene, Ketone, Ester, Aldehyde. Es gibt Untersuchungen, die eine Verbindung zwischen MVOC und gesundheitlichen Beschwerden aufzeigen (Bsp. Reizung der Schleimhäute und Kopfschmerzen).